ökoRAUSCH 2012

Ich war bei der ökoRAUSCH dabei – leider nicht körperlich anwesend, aber als Aussteller bei der Identify-Ausstellung, dem Herzstück der diesjährigen Ökorausch.

Das war die fünfte ökoRAUSCH und anlässlich dieses Jubiläums hat sie sich ein neues Format geschenkt: Aus der ökoRAUSCH Messe ist ein einwöchiges Festival für Design und Nachhaltigkeit geworden.

Die ökoRAUSCH versteht sich als Schnittstelle zwischen Design, Kunst, Nachhaltigkeit und Konsum. Das besagte Herzstück war eine Ausstellung unter dem Motto »identify«, die im neuen Rautenstrauch-Joest-Museum zu sehen war. Es wurden innovative Produkte, Konzepte und Projekte aller Designdisziplinen präsentiert. Im Mittelpunkt stand die Philosophie und Haltung der Gestalterpersönlichkeiten. Die Ausstellung wollte Vorbilder präsentieren und das Publikum begeistern selbst aktiv zu werden – sie lockte während der 8 Festivaltage rund 2500 Besucher an. Mit dabei waren außer Oh Wunder mit der Nachhaltigkeitsberichtsgestaltung unter anderem auch noch:

  • Designerin Naemi Reymann mit der »Green IT« Installation (wir berichteten)
  • Goldschmiedin Nina Vohs mit korrekten Klunkern
  • Designerin Dorothea Hess mit earthCOLORS® (konsequent ökologischen Druckfarben für Bogenoffset)
  • Künstlerin Susann Körner mit Kassenbonsprache (Reime, Geschichten, Sinnblöcke aus Kassenbonsprache)
  • Künstlerin Isabel Oestrich mit der temporären Installation WOISTHIERSEIN, mit der sie Mobilität hinterfragt

und viele andere.

Der Oh Wunder Aufsteller (Foto: Naemi Reymann)

Am Montag gab es ein Symposium für die Design- und Kreativszene mit Vorträgen und Workshops. ÖkoRAUSCH-Organisatorin Dunja Karabaic resümiert: »Das Symposium trifft den Nerv der Zeit, denn viele Kreative suchen neue Impulse in der Umweltpsychologie. Wir bauen dieses Konzept auf jeden Fall weiter aus. Fürs kommende Jahr sind Neuauflagen in anderen Städten geplant.«
Außerdem gab es im Kölner Stadtgebiet die Satelliten – nachhaltige Partner, wie Unternehmen, Vereine, Institutionen, NGOs usw, die sich mit verschiedensten Aktionen präsentierten. Und dann gab es noch den Brutkasten – einen Wettbewerb der nachhaltige Design-Unternehmer, die Lösungsansätze für soziale und ökologische Problemlagen entwickelt haben, fördert.

Leider kann ich das Ganze ja nur aus der Ferne beurteilen – ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr mal wieder in Köln dabei sein kann (ich war 2009 schon einmal auf der ökoRAUSCH Messe). Ich denke, dass das neue Format aber definitiv Lust auf mehr macht und vielleicht (hoffentlich) kommt das Symposium ja auch nach Hamburg …

Fotos: Presse Ökorausch, Naemi Reymann

2 thoughts on “ökoRAUSCH 2012

  1. Geschichten in Kassenbonsprache. Das hat sofort bei mir eingeschlagen. Was für eine skuril-geniale Idee. Musste gleich nach der Künstlerin recherchieren. Abgesehen davon klingt das Festival als Ganzes sehr interessant. Wie schade, dass auch ich nicht in Köln sein kann.
    Danke für Deine Berichterstattung.
    Liebe Grüße
    Susanne

    • Ich finde das mit den Kassenbons auch großartig, besonders weil ich auch schon viel gestalterisch damit experimentiert habe.

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