Neulich in Kopenhagen…

Dass Kopenhagen eine fahrradfreundliche Stadt (mit hohen ästhetischen Werten) ist, haben wir Euch schon berichtet. Jetzt konnte ich mich selbst davon überzeugen. Und was ich gesehen habe hat mich begeistert:

Jede größere Straße (zumindest die, die ich gesehen habe), hat eine eigene Fahrradspur. Diese ist, sowohl zur Autospur, als auch zum Fußweg hin abgesetzt. Dadurch ist allen Verkehrsteilnehmern immer bewusst auf welcher Spur sie sich befinden. Konflikte werden so vermieden. Durch die breiten Spuren ist es gefahrlos möglich langsame Fahrer_innen (so wie mich) zu überholen. Schnell von einem Ort zum anderen zu kommen ist also kein Problem.

 

Und noch etwas anderes ist mir aufgefallen. Der Fahrstil der PKW- und auch Fahrradfahrer ist viel entspannter! Auf der »falschen« Seite fahren scheint in Kopenhagen nicht üblich zu sein und ist bei dem Verkehrsstrom aber auch nicht ratsam. ;)

Zum Vergleich: Der schmale und hubblige Weg in der Osterstraße. Mangels Fahrradständern werden die Räder kreuz und quer angeschlossen, was die Spur weiter einengt.

 

Im diesem Jahr ist Hamburg die Umwelthauptstadt Europas. Es gab im Vorfeld einige Leuchtturmprojekte. Die Fahrradwege wurden nicht flächendeckend ausgebaut, sondern nur an den sogenannten Velorouten. Es ist zu wünschen, dass der Ausbau der Fahrradwege weiter geht. Immerhin soll der Fahrradanteil auf 18 % (bis 2015) ansteigen. In Kopenhagen pendeln heute schon 37 % der Einwohner mit dem Rad zur Arbeit.