Nachhaltigkeits- und CSR-Berichterstattung

Ein Bericht ist laut Wikipedia ein Dokument, das einen Sachverhalt oder eine Handlung objektiv schildert, ohne Wertungen des Autors zu enthalten. (http://de.wikipedia.org/wiki/Bericht, 27.03.2012)

Warum verfassen Unternehmen Nachhaltigkeitsberichte?

Das nachhaltige Handeln von Unternehmen ist nicht nur »Blabla« auf Nachhaltigkeits-Imageflyern (siehe Anleitung: Nachhaltigkeitsbroschüre selbergestalten), sondern hat messbare Komponenten. Ökologische Auswirkungen, die mit der wirtschaftlichen Tätigkeit einhergehen, wie z.B. der Wasserverbrauch oder die CO2-Emissionen sind messbar und damit nachweisbar. Mitarbeiter können nach ihrer Zufriedenheit befragt werden und die Fluktuationsquote ist ein Indikator dafür, wie zufrieden die Mitarbeiter im Unternehmen sind. Klar ist, dass sich Verbesserungen bei der Ökologie (Einsparungen, Energieeffizienz) und im sozialen Bereich (engagierte und motivierte Mitarbeiter) auch positiv auf die ökonomische Stabilität eines Unternehmens auswirken.

Um das Engagement für eine nachhaltige Entwicklung* zu beweisen verfassen Unternehmen einen Nachhaltigkeits- oder CSR-Bericht. Er beschreibt die Tätigkeiten und Leistungen in den Themengebieten Ökonomie, Ökologie und Soziales und hält die Ziele sowie Fortschritte fest. Ein Nachhaltigkeitsbericht ist ein Instrument des Nachhaltigkeitsmanagements, sowie ein Marketinginstrument und Imageträger.

Als Standard bei der Berichterstattung setzen sich die Empfehlungen der Global Reporting Initiative (GRI) durch. Sie listen die Indikatoren auf, die im Bericht inhaltlich ausgeführt und mit Zahlen belegt werden sollen.

Wer muss Nachhaltigkeitsberichte verfassen?

Niemand, die Veröffentlichung eines Berichts ist freiwillig. Allerdings müssen Unternehmen, die EMAS** zertifiziert sind in regelmäßigen Abständen eine sogenannte Umwelterklärung veröffentlichen, von der aus es nur ein kleiner Schritt hin zu einem Nachhaltigkeitsbericht ist.

So ein Nachhaltigkeitsbericht mit lauter Umweltfakten, Diagrammen, Tabellen, Auswertungen von Befragungen usw. klingt ganz schön trocken und langweilig. Das muss er aber nicht sein. Und wenn er als Imageträger und Marketinginstrument genutzt werden soll, dann sollte er gut und glaubwürdig gestaltet sein. In den nächsten Wochen werde ich ein paar Tipps und Anregungen zur Gestaltung von Berichten geben.

*nachhaltige Entwicklung ist die »Entwicklung, die den Bedürfnissen der jetzigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen« (http://de.wikipedia.org/wiki/Nachhaltige_Entwicklung, 27.03.2012)

**EMAS steht für Eco-Management and Audit-Scheme und ist das weltweit anspruchsvollste Umweltmanagementsystem