Kommt bald die verpflichtende Offenlegung von nichtfinanziellen Informationen für große Unternehmen in der EU?

Es gibt einen Richtlinienentwurf der EU-Kommission, in dem sie vorschlägt, dass große Unternehmen im Lagebericht ihres Geschäftsberichts mindestens Angaben zu Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelangen, zur Achtung der Menschenwürde und zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung machen sollen.

Also sozusagen eine Verpflichtung zur sogenannten integrierten Berichterstattung (heißt der Geschäftsbericht (finanzielle Berichterstattung) wird um CSR-Thematiken (nicht-finanzielle Berichterstattung) ergänzt). Die Kommission will damit für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit sorgen.

CorA, das Netzwerk für Unternehmensverantwortung, in dem diverse NGOs Mitglied sind, begrüsst grundsätzlich den Vorschlag der EU-Kommission, sieht jedoch Nachbesserungsbedarf insbesondere bei den Punkten:

  • umfassendere Definition des Risikobegriffs
  • die gesamte Lieferkette sollte in die Risikoanalyse mit einbezogen werden
  • es sollten einheitliche soziale und ökologische Kernindikatoren entwickelt werden, die für eine bessere Vergleichbarkeit sorgen
  • die Offenlegungspflicht sollte überprüft und eventuelle Verstöße sollten sanktioniert werden
  • die Definition von KMU und großen Unternehmen sollte einheitlich sein

Weitere Informationen dazu gibt es in der Stellungnahme von CorA.