Immer nur schlechte Nachrichten? – Positive Daily

Kriege, Krisen, Katastrophen, Anschläge – viele Medien basieren auf schlechten Nachrichten. Ich gucke schon seit Jahren keine Tagesschau mehr, da ich es als die immer gleiche Aufzählung von täglichen Katastrophen empfinde. Diese Wiederholung von immer neuen schlechten Nachrichten macht uns auf Dauer hilflos und passiv.

Diese Art des Journalismus möchte nun das Online-Medium »Positive Daily« ändern. Das Motto lautet: »Wer Lösungen schaffen will, muss auch über Lösungen reden.« Das soll aber nicht heißen, dass nur über rein positive »Feel Good« Nachrichten berichtet wird, sondern eben über Probleme UND Lösungen und dabei wollen sie kritisch und wissenschaftlich fundiert sein.

Ich finde, das ist ein sehr interessanter Ansatz. Mir sind schon öfter Online-Nachrichtenplattformen begegnet, die eine ähnliche Hintergrund-Idee hatten, wo die Umsetzung dann aber ziemlich esoterisch war.

Die drei Gründer von »Positive Daily« sind alle promovierte Wissenschaftler, die sich bei der Auswahl der Themen an der Frage der Relevanz orientieren wollen: Themen, die tatsächlich einen Einfluss auf unseren Alltag und unsere Zukunft haben. Zum Beispiel wollen sie Antworten auf folgende Fragen finden:

Wie werden wir morgen und in Zukunft arbeiten?
Wie funktionieren Geld und Handel?
Wie könnten lokale und globale Gerechtigkeit aussehen?
Wie sieht unsere Ernährung jetzt und in Zukunft aus?
Wie kann eine nachhaltige Energiegewinnung möglich werden?

Diese Fragen sind natürlich nicht neu – anders ist aber die Art und Weise wie sie beantwortet werden sollen: »Positive Daily« will nicht über Einzelereignisse berichten, da sie kein Verständnis über die gesamte Problematik liefern, sondern über Hintergründe und Zusammenhänge. Außerdem wollen sie nicht nur über ein Problem berichten, sondern auch mögliche Lösungen hinterfragen und anhand von vergleichbaren Fakten und wissenschaftlichen Untersuchungen diskutieren. Hier arbeiten sie mit Wissenschaftlern zusammen, außerdem gründen sie in Kooperation mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Muster.

Die Plattform soll werbefrei und unabhängig von Interessen Dritter sein und will sich über Mitglieder  finanzieren (42 € Jahresbeitrag). Die, zum erfolgreichen Start der Plattform benötigten 10 000 Mitglieder, sollen im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne angeworben werden. Geplant ist auch noch die Bildung einer Community rund um »Positive Daily«.

Ich werde die Gründung gespannt weiter verfolgen und ich bin sehr gespannt auf die gestalterische Umsetzung der Plattform, die eine anspruchsvolle Aufgabe sein dürfte.

www.positive-daily.de

Dieser Beitrag wurde unter Leben veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

One thought on “Immer nur schlechte Nachrichten? – Positive Daily

  1. Positive Daily heißt nun Perspective Daily und der Start der Crowdfunding-Kampagne verschiebt sich auf Mitte Januar – aber ansonsten ändert sich nichts …

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.