Grünes Kommunikationsdesign ohne Grün 2/3

Die Grundordnung

Das Layout ist einfach: Ein Muster definiert eine Fläche, auf der verschiedene weiße Kästen liegen. Diese Kästen erinnern an das Formularwesen (ich mag Formulare) und bilden eine Ordnung. Die Kästen liegen relativ radikal und mutig auf dem Muster: sie verdecken das Muster und schneiden Musterelemente an. Hier wird das »jenseits des Hübschmachens« visuell kommuniziert. Außerdem werden zwei Dinge kombiniert, die eigentlich nicht zusammen gehören: ein dekoratives Muster und ein Formular, das aus der Bürokratie kommt.

Es ist ein Wunder

Das Wunder spielt schon im Namen eine große Rolle. »Oh Wunder!« ist ein Ausspruch des Erstaunens und will sagen, dass man mit gutem Design viel erreichen kann. Das Logo, das in den Briefbogen und andere Medien geprägt wird, ist ein kleines Wunder. Außerdem handelt es sich um eine hochwertige Veredelung, die zeigt, dass mir Haptik wichtig ist. Dann gibt es noch die Wundertüte in der Ecke als Ursprungsort des Musters, aus der viel mehr rauskommt als eigentlich hinein passt, was ebenfalls ein Wunder ist.

Das mutige Design zeigt sich darin, dass ich bei meiner Geschäftsausstattung komplett auf Farbe verzichte. Es gibt nur schwarz/weiß (und grau, dort wo schwarz zu sehr mit etwaiger Schrift konkurrieren würde). Weil es keine Farbe gibt, darf das Muster aber etwas voller und dadurch lauter sein.

Die Umwelt und Mitwelt findet sich ganz konkret in dem Muster wieder – das Muster daraus aufgebaut. (Fortsetzung folgt …)

Dieser Beitrag wurde unter Design veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.