Daunen und Tierquälerei – RDS-Label

Down_Feather_by_jm2c@flickr

Daunen halten sehr warm und sind federleicht. Deshalb werden sie in Jacken, Bettdecken oder Schlafsäcken als Füllung verwendet. Laut Wikipedia stammen 90 % der Daunen aus dem sogenannten Schlachtrupf. Das heißt, die Tiere werden erst geschlachtet und dann gerupft. 10 % der Daunen stammen aus Hand- Lebendrupf. Wenn sich hierbei an den hormonell gesteuerten Mauserprozess des Vogels gehalten wird (bei dem altes Gefieder abgestoßen wird und neues nachwächst) und vorsichtig vorgegangen wird kann auch ein Lebendrupf weitgehend schmerzfrei erfolgen.

Leider ist dies in der industriellen Geflügelhaltung mit hunderttausenden Tieren nicht der Fall und dort wird keine Rücksicht z.B. auf den Mauserfortschritt der Tiere genommen. Lebendrupf und die damit zusammenhängenden grausamen Bedingungen sind immer wieder durch internationale Tierschutzorganisationen bekannt geworden.

Nun gibt es ein Label (Responsible Down Standards – kurz RDS), das die artgerechte Haltung und Behandlung der Vögel sicher stellen soll. Zu dem Label haben sich auch schon einige große Textilunternehmen bekannt z.B. The North Face oder Helly Hansen. Ab Herbst 2015 soll es erste Produkte geben, die RDS- zertifizierte Daunen enthalten.

Wer meint, sich unbedingt eine Daunenjacke oder Bettdecke anschaffen zu müssen sollte unbedingt auf das Zertifikat achten! Ich bin aber der Meinung, dass man auch ganz gut ohne Daunen und Daunenprodukte leben kann!

weitere Infos zum RDS-Label

Foto: Down Feather by jm2c@flickr