Das unsichtbare Katzenelend in Hamburg

Katze_von Vivatier–flickr

Hier leben Schätzungen zufolge ca. 10.000 freilebende, wilde Katzen und es werden leider immer mehr. Sie sind häufig Nachkommen von nicht kastrierten Hauskatzen oder ausgesetzten Tieren. Sie sind sehr scheu, leben versteckt in Parks, Kleingartenanlagen, auf Friedhöfen oder in Gewerbegebieten und fristen meist ein elendes Leben – häufig sind sie krank, unterernährt oder verletzt. Da sie Nachkommen von domestizierten Katzen sind, sind sie kaum in der Lage sich selbst und ihre Nachkommen zu versorgen.

Der Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. (HTV) hat deshalb über 60 kontrollierte Futterstellen für die verwilderten Katzen eingerichtet. Außerdem fangen Mitarbeiter des HTV regelmäßig neu hinzukommende wilde Katzen ein versorgen sie medizinisch, kastrieren und kennzeichnen sie und setzen sie dann wieder in ihren Revieren aus.

Um auf das unsichtbare Elend der wilden Katzen aufmerksam zu machen und etwas dagegen zu unternehmen hat der HTV das Projekt Katzenkastration (ProKa) ins Leben gerufen.

Wir alle sind dazu aufgerufen dem HTV wildlebende Katzen zu melden damit diese angefüttert, eingefangen, kastriert und medizinisch versorgt werden können.

Sehr wichtig ist auch, dass Katzenhalter ihre Freigänger-Katzen unbedingt kastrieren und chippen lassen. In dieser Hinsicht fordert der HTV eine generelle Chip- und Kastrationspflicht in Hamburg. Andere Städte (z.B. Bremen und Oldenburg), die diese Pflicht bereits eingeführt haben, beobachten positive Auswirkungen auf die wild lebende Katzenpopulation.

weitere Informationen: www.hamburger-tierschutzverein.de

Foto von Vivatier@flickr.de

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